BIW erhält besondere Auszeichnung

Schonach. Grund zur Freude hat das Schonacher Burger Industriewerk (BIW). Es wurde als erster deutscher Zulieferbetrieb von seinem größten Gesamtkunden, der Firma John Deere, mit der Auszeichnung "Five Year Hall Of Fame - Partner Classification" ausgezeichnet.


In den Genuss der hohen Auszeichnung des weltweit produzierenden und über rund 6000 Zulieferbetriebe verfügenden amerikanischen Unternehmens kam BIW durch seine Partner-Klassifizierung. Diese erreicht der Schonacher Betrieb in den USA seit 2002 zum fünften Mal in Folge. Dass dies kein einfaches Unterfangen ist, sondern von allen 260 Mitarbeitern der Firma BIW ein hohes Maß an Präzisionsarbeit und Leistung erfordert, wurde gestern Vormittag bei der Überreichung der gewichtigen Trophäe an Geschäftsführer Wolfgang Förtsch durch Wolfgang Kühnel deutlich. Der für BIW zuständige Ansprechpartner des Mannheimer John Deere Werks betonte, dass man sich die Partnerschaft mit führenden Landmaschinenhersteller hart und stets aufs Neue erarbeiten muss.




Auf Erfolgskurs weht die Flagge des amerikanischen Landmaschinenherstellers John Deere und seines Schonacher Zulieferbetriebs BIW. Über den erstmals an eine deutsche Firma verliehenen Partner-Award freuen sich: Mike Frölich, Wolfgang Foertsch, Wolfgang Kühnel, und Konrad Steimer (von links).


Kühnel: "Die Messlatte in punkto Qualität und Lieferung wird jedes Jahr höher gehängt. Das Harte daran ist, dass die Zulieferer ständig die gute Qualität ihrer Produkte halten und sich mit weltweiter Konkurrenz messen müssen". Die fünf erfüllenden Komponenten des konzerneigenen, strengen Bewertungsprogramms "Achieving Exellence" seien Qualität, Liefertreue, technische Unterstützung, kaufmännische und technische Zusammenarbeit sowie Konstenmanagement. Nur wenn dies alles erfüllt werde, erlange ein Unternehmen die Partnereinstufung von John Deere. Diese mit dem "Five Year Hall Of Fame" zu krönen, sei bisher nur zwei Zulieferfirmen in Europa, einer in Spanien und einer in Italien gelungen, informierte der Strategic Supply Manager.

Dass nun auch BIW die Auszeichnung erhalte, beweise, dass auch die deutschen Firmen weltweit Flagge zeigen können. Es gebe bestimmte Bauteile, bei denen sie aufgrund ihrer Technologie die Nase ein Stück weit vorne hätten. Die Firma BIW liefere an John Deere im Jahr über eine Million qualitativ hochwertige Teile, beispielsweise für den Hydraulikbereich dessen Traktoren, die weltweit verarbeitet werden. Auch für das neue Montagewerk in China habe BIW bereits Teile gefertigt.

Wie wichtig es für das Schonacher Unternehmen ist, für alle Häuser, in denen John Deere Traktoren gebaut werden, interessant zu sein, betonte Förtsch gestern und verwies auf den Jahresumsatz mit John Deere. 1982 habe dieser noch bei unter 200 000 Mark gelegen, heute erreiche er die fünf Millionen Euro Marke (3,5 Millionen Euro mit dem Mannheimer Werk, 1,5 Millionen mit dem Traktorenwerk in Waterloo/USA, der Wiege von John Deere).


Preis ist Verdienst aller Mitarbeiter



Förtsch ist stolz darauf, dass BIW die erste deutsche Firma ist, die von "der Nummer 1 der Landmaschinenhersteller" den Partner-Award erhält. " Das ist einen enorme Leistung, der Verdienst aller Mitarbeiter und Ansporn für uns, denn wir wollen 2008 wieder unter den Partnern sein, wenn dies auch immer schwieriger wird".


INFO

Den Anstoß des Erstkontakts und der guten Geschäftsentwicklung erfolgte 1998/99 durch den seit 1982 für BIW zuständigen Ansprechpartner des Mannheimer John-Deere-Werks, Wolfgang Kühnel. Dank seiner Hilfe hätten sich laut BIW-Geschäftsführer Wolfgang Förtsch bei einem Besuch 2001 bei den John-Deere-Werken in den USA Türen geöffnet, die eine Partnerschaft ab 2002 überhaupt erst ermöglichten.

Eine große Stütze bei den Geschäften mit dem amerikanischen Kunden sei Key Account Manager Mike Frölich. Der junge Schonacher Diplom-Betriebswirt sei dafür und für die EDV im Haus zuständig, sowie als Controller tätig. "Er kenne die amerikanische Mentalität von annähernd 40 Aufenthalten in den USA bestens", zählte Förtsch anerkennend auf. Und auch Kühnel lobte: "Die Amerikaner waren von seinem professionellen Auftreten von Anfang an angetan".

Ein Verdienst der guten Kontakte zum Großkunden sei auch die sehr intensive Betreuung des Mannheimer John Deere Werks durch Außendienstmitarbeiter Konrad Steimer aus dem Hause Berrang Facon (Engineering für Zulieferteile), sagte Förtsch. Er und Kühnel schilderten bei der Partner-Award-Verleihung an BIW, wie viel Fleiß und Arbeit hinter der Prämierung stecken.

16.03.2007

Von Christel Börsig-Kienzler
Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft

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