| BIW hält sich Umweltschutz zuliebe an strenge Auflagen Schonacher Unternehmen zweifach ausgezeichnet / Auftragslage derzeit gut / Rohstoffpreise machen zu schaffen BIW-Geschäftsführer Wolfgang Förtsch (links) und Werner Jost vom TÜV Management Service bei der Übergabe der Umweltzertifizierungsurkunde. Schonach. Stolz zeigte sich Wolfgang Förtsch, Geschäftsführer der Burger Industriewerke (BIW) am Dienstag. Schließlich bekam die Firma gleich zwei Auszeichnungen. Zum einen war dies die Umweltzertifizierung nach DIN EN ISO 14001. Diese wurde nach knapp einem Jahr Vorbereitungszeit im März 2005 erteilt, überreicht wurde die Urkunde am vergangenen Dienstag in einer kleinen Feierstunde von Werner Jost vom TÜV Management Service. Neben den Verantwortlichen von BIW war auch Bürgermeister Frey zugegen. "Sie haben bei der dreitägigen Prüfung ein sehr gutes Ergebnis erreicht", bestätigte Jost dem Schonacher Unternehmen. "Mit dem Ablauf und der Qualität sind unsere Kunden sehr zufrieden". Doch vermehrt kamen Fragen nach dem Umweltschutz in der Firma auf, erklärte Wolfgang Förtsch. Daher beschloss man, sich nach der ISO-Norm zertifizieren zu lassen. Hierzu holte man sich von der Schonacher Firma OTTL Arbeitsschutz Anregungen und Tipps. Gemeinsam erstellte man einen Umwelt- und Arbeitssicherheitskatalog. Dieser kann übrigens auch auf den Internetseiten der Firma abgerufen werden. Thomas Kosch ist der Ansprechpartner in Sachen Umweltmanagement und Sicherheitsfragen. Ihm zur Seite stehen Christian Fleig als Beauftragter für Abfall sowie Markus Dieterle als Brandschutzbeauftragter. "Wir sind stolz auf diese Zertifizierung!" freute sich Wolfgang Förtsch und betonte, dass dies nur durch die Hilfe und Mitarbeit der gesamten Belegschaft möglich gewesen sei. Nach den Richtlinien der Zertifizierung muss man sich nun an strenge Auflagen halten. Zwei Beispiele: Der Müll wird im gesamten Betrieb nun penibel getrennt. Weiterhin hat man Lagerflächen baulich dahingehend verändert, dass man Bodenwannen eingezogen hat. Dadurch können gegebenenfalls auslaufende Öle und ähnliche Flüssigkeiten nicht ins Erdreich gelangen. Geschäftsführer Förtsch konnte den Anwesenden noch eine gute Nachricht verkünden: Vom größten Kunden der Schonacher Firma, John Deere -Werk Waterloo USA-, erhielt man zum wiederholten Mal eine Auszeichnung als hervorragender Partner-Lieferant. "Wir waren in diesem Jahr der einzige Lieferant aus Deutschland, der ausgezeichnet wurde." Als gut bezeichnete Geschäftsführer Wolfgang Förtsch die Auslastung. Allerdings spiegelt sich das im Ergebnis weniger wieder. "Die Rohstoffpreise machen uns arg zu schaffen". Diese stiegen in den letzten 14 Monaten um bis zu 80 Prozent an. An die Kunden weitergeben kann man diesen Preisanstieg nicht so einfach. "Doch langsam erkennen unsere Großkunden die Situation an und akzeptieren einen Materialaufschlag", so Förtsch. STICHWORT Firmengeschichte Das Schonacher Burger-Industriewerk GmbH (BIW) gehören zu den drei größten Arbeitgeber in Schonach. Knapp 230 Beschäftigte arbeiten hier, weitere 30 im Zweigbetrieb in Welschensteinach. Die Ursprünge gehen auf die Firma Jos. Burger, Fabrik für Uhrenbestandteile und Metallgießerei, zurück. Aus dieser Firma entstanden 1958 das Burger Industriewerk GmbH & Co. KG und die Schwarzwälder Uhrenfabrik Burger KG. |