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Schonach - „Partnerbetrieb des Spitzensports“, so darf sich das Burger Industriewerk seit vorgestern titulieren. Die Auszeichnung dazu nahmen Geschäftsführer Wolfgang Förtsch und sein sportlicher Auszubildender Julian Wölfle von Ministerpräsident Stefan Mappus, Wirtschaftsminister Ernst Pfister, Dieter Schmidt-Volkmar (Präsident des Landessportverbands) und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt in Stuttgart in Empfang.Für Wolfgang Förtsch ergibt diese Ehrung gemeinsam mit dem „Supplier of The Year“ des Traktorenherstellers John Deere und der Auszeichnung als „behindertenfreundlicher Arbeitgeber“ ein abgerundetes Bild des guten Miteinanders.Der Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald schlug den Schonacher Traditionsbetrieb für die erstmalige verliehene Auszeichnung vor.
Spitzensportler in Ausbildung und im späteren Berufsleben, das gehört bei BIW fast dazu: Urban Hettich, Andy Scherer und Georg Hettich, alle waren sie bei BIW in der Ausbildung oder einem Arbeitsverhältnis tätig. „Natürlich muss man da Kompromisse eingehen“, erklärte Wolfgang Förtsch, „aber das machen wir sehr gerne“. Er erlebt seine Sportler allerdings auch als leistungsbewusste und charakterfeste Typen, die überaus teamfähig sind und Arbeitsleben und Spitzensport perfekt organisieren können. „Das sind die Attribute, die wir benötigen“, beschrieb Wolfgang Förtsch die Situation.
Mit den sportlichen Wettkämpfen und Lehrgängen komme Julian Wölfle auf 54 Fehltage, rechnete Ausbildungsleiter Bernd Kienzler vor. Um dann auch im Ausbildungsberuf als Werkzeugmechaniker am Ball zu bleiben, benötige es viel Disziplin und die Unterstützung von den Kollegen und der Berufsschule. Ein überdurchschnittlich gutes Zeugnis zum Ende des dritten Ausbildungsjahres beweist, dass das funktionieren kann, wenn alle Betroffenen an einem Strang ziehen. Neben Berufsausbildung und Training bleibt nicht mehr viel Freizeit, sehen Wolfgang Förtsch als auch Bernd Kienzler das enorme Pensum von Julian Wölfle. „Er zieht das gnadenlos durch“, bestätigt Bernd Kienzler, der überhaupt keine Probleme hinsichtlich der Abschlussprüfungen im November und im Januar sieht, wenn Julian Wölfle auch sportlich voll angreifen will. „Er ist so gut“, bestätigte Bernd Kienzler, „das wird überhaupt kein Problem“.
Und auch für das berufliche Weiterkommen nach der Ausbildungszeit, ist für Julian Wölfle im Unternehmen ein Platz frei. Wie der sich ausgestaltet, „darüber müssen wir noch reden“, signalisierte Wolfgang Förtsch.
Für die Gemeinde
Schonach überbrachte
Bürgermeister Jörg
Frey die
Glückwünsche dem
Partnerbetrieb des
Spitzensports. Sehr
positiv bewertete
er, dass die jungen
Athleten auch im
gewerblichen Bereich
in der
Wohlfühlumgebung
ihre
Berufsausbildung
absolvieren und mit
dem Sport verbinden
können und dabei auf
kooperative Partner
seitens der
Arbeitgeber stoßen.
Seine Anerkennung
ging auch an das
Unternehmen, das die
Bereitschaft zeigt
und solche Stellen
anbietet. Sport mit
schulischer oder
beruflicher
Ausbildung zu
koordinieren und zu
fördern, so Jörg
Frey, das wäre der
Weg einer
traditionellen
Wintersportgemeinde.
„Die Kaderschmiede
Schonach wird in
Stuttgart schon
gesehen“, ist er
sich sicher.
Der neu gestaltete Wettbewerb vom Landessportverband und dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg soll weitere Firmen und Betriebe animieren, die Ausbildung oder Beschäftigung von Topathleten als Chance zu begreifen. |

